Wallfahrt Unsere liebe Frau von Haader

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Unsere liebe Frau von Haader.
Seit dem 2. Juli 1814 kommen Wallfahrer nach Haader. Seither kommen Generationen von Menschen aus der näheren und weiteren Umgebung mit Freude und Sorge, mit Bitte und Dank zur Gottesmutter von Haader um zu beten und neue Kraft zu finden oder ihren Dank auszudrücken.

Die nächsten Termine

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Wallfahrtstage 2016

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Wallfahrtstage

200 Jahre Unsere liebe Frau von Haader

Wetterkapriolen sind keine Erfahrung der jüngsten Zeit. Immer wieder mussten die Menschen mit plötzlichen Umschwüngen zurecht kommen. Für die Nacht vom zweiten auf den dritten Oktober des Jahres 1813 wird von Neuschnee berichtet. Bemerkenswert ist dies, weil in den frühen Morgenstunden auf einem Holzstoß des Hofes von Sebastian Kainz in Haader die Haaderer Madonna gefunden wurde, ohne, dass Schritte zu erkennen gewesen sind. Eine andere Quelle spricht von starkem Regen, der die Erde aufgeweicht hatte und Fußabdrücke gezeigt hätte.

Ob die Madonna vor dem Schneefall bzw. Regen bereits hingestellt wurde oder auf wundersame Weise dort hinkam untersuchte das Landgericht Mallersdorf, das die Figur ad conservatorium iudiciale in gerichtliche Verwahrung nahm. Am 2. Juli 1814 wurde das Gnadenbild schließlich öffentlich auf dem Seitenalter der Kirche Pauli Bekehrung zu Haader aufgestellt und durfte von den Gläubigen verehrt werden. Seither kommen viele Pilger mit ihren Sorgen und Nöten zur Haaderer Madonna. Die zahlreichen Votivgaben zeugen davon, dass viele Erhörung im Gebet fanden und ihren Dank sichtbar ausdrücken wollten.

Das Gnadenbild selbst ist später in einen Schrein im Retabel des Hauptaltares verlegt worden. Die Muttergottesfigur hält den Jesusknaben auf dem Arm und wurde nach dem Vorbild des Haindlinger Gnadenbildes geschaffen.  Damit wird ein wesentlicher Wesenszug marianischer Frömmigkeit deutlich. Maria weist auf ihren Sohn hin, hält ihn der Welt entgegen, dass sie in ihm den Erlöser erkennt und so zur eigenen Fülle gelangt.

 

Am Donnerstag, 3. Oktober, 2013 kommt Weihbischof Reinhard Pappenberger deshalb nach Haader und feiert mit den Gläubigen den 200. Jahrestag um 19.00 Uhr in einer Festmesse

Bilder 200 Jahre Unsere liebe Frau von Haader

200 Jahre Wallfahrt Haader

Zu allen Zeiten suchen die Menschen Sehnsuchtsorte, an denen sie zur Besinnung kommen im Trubel des Alltags. Sorgen und Nöte, Fragen und Freude mit anderen teilen und mit Gott in Zwiesprache treten. Die Erfahrung der mütterlichen Sorge für das Kind kann übertragen auf die Gottesmutter dem Gläubigen helfen ganz vor Gott zu sein und Hilfe und Trost zu erfahren oder in der Freude bestärkt zu werden.

Seit dem 2. Juli 1814 ziehen Pilger in den kleinen Ort Haader im Labertal. Das barocke Kleinod ist die Mitte des Dorfes und ist schon von Weitem zu sehen. Mit den unterschiedlichsten Anliegen zogen Menschen hierher und durften Trost und Hilfe erfahren, die zahlreichen Votivtafeln sind ein beredtes Beispiel gelebter Volksfrömmigkeit.

Am Fest Mariä Heimsuchung feiert die Pfarrei das 200jährige Jubiläum. Bereits um 17.00 Uhr sind besonders Kinder und werdende Mütter eingeladen zum Schülergottesdienst mit Segnung werdender Mütter und Kinder. Die Schülermusikgruppe der Pfarrei St. Martin begleitet den Gottesdienst musikalisch.

Um 19.00 Uhr wird die Festmesse zum Wallfahrtsjubiläum mit Barbara Roider an der Orgel und den Grafentraubacher Bläsern unter Leitung von Ulrich Goß gefeiert. Nach der Messe ist festliche Prozession zum Hart mit Abschlußsegen. Anschließend sind alle zur Begegnung in den Waldgasthof eingeladen. Wie Maria Elisabeth begenete und in der Begegnung Kraft für die Herausforderungen bekam, so können auch heute die Gläubigen einander in der Hoffnung und Zuversicht stärken.