Gott ist spürbar und sichtbar

Pfarrgemeinde feierte Prangertag

In feierlicher Weise feierte am Fronleichnamstag die Pfarrgemeinde Laberweinting das Fronleichnamsfest. Wegen des schönen Wetters konnten alle Altäre rechtzeitig und liebevoll aufgebaut werden. Von den Frauen wurden wieder kunstvolle Blumenteppiche gestaltet und vorbereitet. So war an den vier Altären die Themen „Fisch“, „Ich bin der Weg“, „Bruder Klaus“ und „Maria die Königin“ mit Blumen ausgelegt worden. Alle Häuser auf dem Prozessionsweg waren geschmückt und die Fahnen ausgehängt. Um 8.30 Uhr feierte Pfarrer Röhrner und Pfarrer Reiner Huber mit der Pfarrgemeinde die Hl. Messe zum Hochfest des Leibes und Blutes Christi. 
Im Festgottesdienst an diesem „Prangertag“ sagte Pfarrer Röhrner: Wenn wir alljährlich am zweiten Donnerstag nach Pfingsten aufbrechen um aus der Kirche hinaus durch die Straßen des Dorfes zu ziehen, demonstrieren wir, Gott ist spürbar und sichtbar. Fronleichnam ist ein altes und doch modernes Fest. Das Geheimnis liegt in der Eucharistie. Wenn wir dieses Fest feiern, hat dieses seinen Ursprung im 12./13. Jahrhundert, in Zeiten des Umbruchs und des Schauens. Es ist Zeugnis des Schauens auch noch heute. Schauen wir auf das Brot des Lebens. Mit Schauen zum Erfahren führt der Weg zum Glauben. In der Monstranz hinausgetragen, schenkt uns das Allerheiligste die Mitte. Mit dem Hinaustragen zeigen wir unseren Glauben.
Die musikalische Umrahmung dieses Fronleichnamsgottesdienstes, sowie der Prozession, oblag dem Liederkranz und Kirchenchor unter der Leitung von Anna Roider. Beim Festgottesdienst wurde  die „Missa brevis“ für Solosopran und gemischten Chor von Alberich Macak gesungen. Außerdem wurden die Lieder „Lobet den Herrn“ und „Groß ist der Herr“ von der Chorgemeinschaft aufgeführt.
Nachdem Max Wolf die Prozessionsordnung bekannt gegeben hatte, formierte sich ein langer Zug von Gläubigen. Nach den Ministranten, Kindern und Jugendlichen folgten alle 12 Ortsvereine der Pfarrei mit ihren Fahnenabordnungen. Alle Kommunionkinder, in ihren weißen einheitlichen Kleidern, marschierten und beteten vor dem Allerheiligsten. Nach dem Himmel folgten dann Bürgermeister, Gemeinderäte und danach alle Männer und Frauen. Zur Ehre Gottes streuten dann auch die Kleinsten Blumen auf dem Weg zu den Altären. Nach den vier Evangelien-Stationen bei Parkanlage Abzweigung Haaderer Straße/Ödwieser Weg am Kriegerdenkmal, beim Anwesen Kirschner und in der Kirchgasse stimmten dann am letzten Altar alle in das Lied „Großer Gott wir loben dich“ ein.
Einem alten Brauch zufolge nahmen dann auch viele Pfarrangehörige die geweihten Birkenzweiglein mit nach Hause, um den Segen für Haus und Hof mitzubringen. Nachdem großen und schönen Fest wurde dann auch eingekehrt und bei frischen Weißwürsten und Bier von den Anstrengungen des Betens und Prangens erholt. (fk)

Fronleichnam

Nach der Messfeier am Fronleichnamstag, 15. Juni 2017, zieht die Pfarrgemeinde mit dem Allerheiligsten zu den vier Altären.

Zwergerl feiern Pfingsten

Am vergangenen Sonntag besuchten nach der Heiligen Messe über 40 Kleinkinder mit ihren Eltern in der Pfarrkirche St. Martin den Zwergerlgottesdienst. Für die jungen Familien aus und um Laberweinting ist dies eine gute Gelegenheit einen Gottesdienst zu besuchen. Dieses Angebot der Pfarrei wird durch ehrenamtliche Eltern möglich, die alle vier Wochen einen kindgerechten Gottesdienst vorbereiten. Das Zwergerlgottesdienst-Team bereitete das Thema „Wärme du, was kalt und hart, löse, was in sich erstarrt" vor. Die Kinder bekamen einen Stein überreicht, den sie mit ihren Händen und dem Atem wärmen durften.

"An Pfingsten gedenken wir auch an die Freunde Jesus, an seine Jünger. Sie hatten sich vor lauter Angst eingeschlossen. Und Jesus öffnet sie wieder. Er schenkt ihnen seine Nähe und Wärme, einen neuen Atem, neue Kraft – er schenkt ihnen seinen guten Geist.", erläuterte Pfarrer Reinhard Röhrner den Inhalt der Lesung. Ein weiterer fester Bestandteil des Kleinkindgottesdienstes sind Fürbitten und das gemeinsame Vater unser. Ein Kind durfte als Symbol "Stein" auf die große Kinderkerze anbringen. 

Der nächste Zwergerlgottesdienst finder am 16. Juli statt. (gs)

Opens internal link in current windowBilder vom Zwergerlgottesdienst

Opens internal link in current windowVideo: Wir sind die Kleinen

Mit dem Allerheiligsten durch die Felder

Der Freitag nach Christi Himmelfahrt ist in gewisser Weise der Höhepunkt der Bittgänge, die in den Tagen vor dem Fest der Himmelfahrt Christi zum lebendig gelebten Glauben gehören. Mit dem Allerheiligsten in der Monstranz zogen  die Gläubigen hinaus durch die Straßen und Felder und erbitten den Segen Gottes. An den vier Stationen wurde für die Früchte der Erde, die Bewahrung der Schöpfung, den Frieden und das heilvolle Miteinander der Menschen gebetet.

Ihren Ursprung haben Schauerprozessionen und sogenannte Schaufrömmigkeit im ausgehenden Spätmittelalter. Seither gehören sie mit den eucharistischen Hymnen zur katholischen Glaubenstradition. Im Schauen des verwandelten Brotes in der Monstranz drückt sich die Sehnsucht der Gläubigen nach Nähe zum Erlöser und nach der eigenen Erlösung aus.

Der Schauerfreitag hat also nichts mit Regen- oder Gewitterschauern zu tun, wenn gleich die Tage um Christi Himmelfahrt in zahlreichen Bauernregeln als Anzeichen für die künftige Wetterentwicklung gelten. Die Pfarrei St. Martin zog wie alljährlich am Schauerfreitag mit dem Allerheiligsten um 19.00 Uhr von der Pfarrkirche los. Die Erstkommunionkinder begleiteten das Allerheiligste neben dem Himmel. An vier Stellen wurde der mit getragene Altar abgestellt, die Frohbotschaft verkündet und der eucharistische Segen erteilt. (fk)

Opens internal link in current windowBilder von der Schauerprozession

Maria, Mutter des göttlichen Wortes

Altbairische Maiandacht

Bereits seit 1977 wird in der Wallfahrtskirche „Zu unserer lieben lieben Frau von Haader“ eine altbairische Maiandacht gestaltet. Der Gründer des Weintinger Volksmusikkreises, der mittlerweile verstorbene Rektor Franz Rösch, hat sie zusammen mit seinen Sangesfreunden ins Leben gerufen.

Der Weintinger Manna-Gsang setzte nun am Mittwoch diese lange Tradition fort. Überaus viele Marienverehrer und Volksmusikfreunde füllten die Wallfahrtskirche bis auf den letzten Platz. Es mussten extra noch Stühle durch die Organisatoren bereitgestellt werden.  

Die Maiandacht, zu der Pfarrer Reinhard Röhrner die Gebete sprach, wurde mit dem Lied „Gruß an Maria“, vom Weintinger Manna-Gsang eröffnet. Die Leitung und wochenlange Einstudierung der Lieder hatte Alois Giglberger.

Pfarrer Reinhard Röhrner sagte: Gott Vater vom Himmel, wir preisen dich für alles, was du geschaffen hast. Wir preisen dich besonders für Maria, die du zur Mutter deines Sohnes erwählt hast. Sie ist die Fürsprecherin an deinem Thron. Mit ihr kommen wir voll Vertrauen zu dir. Gemeinsam beteten alle: Zu dir Vater, rufen wir mit Maria, Durch dich Christus beten wir mit Maria, In dir heiliger Geist singen wir mit Maria: Meine Seele preißt die Größe des Herrn und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn der Mächtige hat großes an mir getan, und sein Name ist heilig.

Nach dem gemeinsamen Gebet waren von der Weintinger Stubn Musi das Stück „D`None“ zu hören. Nach einem Gegrüßet seist du Maria  folgte durch Bianca und Verena Heinrich das Lied „Maria, Jungfrau voller Ehr“. Im Impuls sagte Pfarrer Röhrner: Maria ist die Mutter des göttlichen Wortes. Er wurde in Maria Mensch, um uns Menschen zu erlösen. Gottes Wort ist schöpferisch am Beginn der Welt und in Maria, überall wo Gottes Wort ausgesprochen und angenommen wird.  Zur Lesung brachte der Weintinger Manna-Gsang „Jungfrau und Mutter“ den Marienverehrern zu Gehör. Zwischen Betrachtungen und Gebeten untermalte die Weintinger Stubn Musi das Programm mit dem „Andante II“. Nach der Aussetzung des Allerheiligsten folgten die Geschwistern Heinrich mit „Meerstern, ich dich grüße“. Der Manna-Gsang brachte anschließend „Du schöne Morgenröt“. Begleitet wurde der Manna-Gsang, sowie die Geschwister Heinrich, von Wilfried Spitzer an der Zither.

Weitere volkstümliche Klänge und Stücke des Weintinger Stubn-Musi, wie „Dankgebet“ und „Erev Ba“ ließen diese traditionelle Maiandacht für alle Liebhaber zu einem Genuss werden. Zum eucharistischen Segen sangen alle gemeinsam das „Sakramentslied“. Mit dem Lied „Der Engel des Herrn, brachte Maria die Botschaft.“. neigte sich diese altbairische Maiandacht dem Ende entgegen. An der Orgel begleitete diese herrliche Maiandacht Barbara Roider. (fk)

Opens internal link in current windowBilder der Maiandacht in Haader

Die Welt der Großstadt erleben

Die Kommunionkinder der Pfarrei St. Martin durften sich über einen schulfreien Tag freuen. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ging der gemeinsame Jahresausflug in die Großstadt München. Zuerst stand die Feier der Hl. Messe im Herzoglichen Georgianum auf dem Programmpunkt. Das zweitälteste Priesterseminar, direkt an der Ludwigsstraße, bildete nicht nur Pfarrer Reinhard Röhrner zum Priester aus, sondern auch Papst Benedikt XVI. studierte dort von 1949 bis 1951. Ein weiterer Student Pfarrer Sebastian Kneipp behandelte am Georgianum zum ersten Mal heimlich Kommilitonen, die, wie er, an Tuberkulose erkrankt waren. Die Besichtigung der dort ansässigen Sammlung von religiösen Kunstwerken wurde für die Kinder durch die interessanten Ausführungen von Pfarrer Röhrner zu einem kurzweiligen Vergnügen. Nach so vielen Eindrücken durften die Kinder im dazugehörigen Garten toben. Danach machte sich die Gruppe zu Fuß auf in den nahe gelegenen Englischen Garten. Die Kinder waren beeindruckt von der Weite des Parks und genossen ausgelassen das schöne Wetter. Am Chinesischen Turm konnten die wenigen Sonnenstrahlen im Biergarten bei einer kräftigen Brotzeit genossen werden. Gerne lernten die Kinder ihren "Herrn Pfarrer" außerhalb von Schule und Kirche kennen. Anschließend ging es gemeinsam in den Tierpark Hellabrunn. Besonders gruselig wurde es in der "Bat Cave". In der Fledermausgrotte können die flinken Tiere frei fliegen und so sausten sie um die Köpfe der Besucher herum. Pfarrer Reinhard Röhrner bedankte sich bei den Kindern, die von ihren Eltern begleitet wurden, für den reibungslosen Ablauf und ihr gutes Verhalten. (gs)

Bilder vom Ausflug der Erstkommunionkinder

Die Erstkommunionkinder waren wieder auf großer Fahrt nach München, ins Herzogliche Georgianum, in den Englischen garten, zu den Eisbachsurfern und in den Tierpark Hellabrunn

100 Jahre Fatima | Wallfahrtstag in Haader

Einen besonders feierlichen Fatimagebetstag erlebten die über 100 Teilnehmer am vergangenen Samstag in der Wallfahrtskirche zu unserer lieben Frau von Haader. Pfarrer Johannes Bäuml, als Festprediger und Pfarrer Reiner Huber, Pfarrer Dr. Hilary Muotue und später auch Ortspfarrer Reinhard Röhrner waren gekommen um diesen besonderen Gebetstag zu feiern. Die Geschwister Ringlstetter begleiteten musikalisch diesen Gottesdienst. Die Wallfahrt Haader besteht nun seit dem 2. Juli 1814. Fatimafeiern werden seit 1984 jeden 13. des Monats abgehalten. Von Mai bis Oktober erfolgt jeweils die Lichterprozession durch das Dorf. Anlässlich des hundertjährigen Jubiläums der Erscheinungen unserer lieben Frau von Fatima in Portugal hat Papst Franziskus beschlossen, während des gesamten Jubiläumsjahres, das am 27. November 2016 begann und am 26. November enden wird, einen vollkommenen Ablass zu gewähren. Die Seherkinder aus Fatima wurden jetzt durch Papst Franziskus bei seiner Auslandsreise in Fatima heilig gesprochen.

Um 18.00 Uhr begannen die Feierlichkeiten mit stiller Anbetung und Beichtgelegenheit. Um 19.00 Uhr beteten alle den glorreichen Fatimarosenkranz vor dem ausgesetztem Allerheiligsten. Anschließend war dann in Konzelebration das Hl. Messopfer. Pfarrer Johannes Bäuml sagte in seiner Festpredigt: Die Mutter Gottes hat uns gerufen hier bei ihrem Gnadenbild, dass wir uns im Geist erneuern und so auch die Blinden den Himmel finden. Pfr. Bäuml erinnerte auch an das hundertjährige Jubiläum der „Patrona Bavaria“ der Schutzfrau Bayern. 100 Jahre hat sich Bayern, mit kirchlicher Genehmigung zur Verehrung, unter ihren Schutzschirm gestellt. Weiter ist es 100 Jahre her, dass die Gottesmutter Maria den Kindern Lucia dos Santos, 10 Jhr, Francisco Marto 9 Jhr. und Jacinta Marto, 7 Jhr. erschienen ist und ihnen die Botschaft für die Menschheit gegeben hat. Diese Botschaft lautet: Gebet und Opfer für die Bekehrung der Sünder, für die Rettung der unsterblichen Seelen und für den Frieden. Festprediger Johannes Bäuml sagte weiter, Gott hat die Heimholung vollbracht. Frau siehe deinen Sohn (am Kreuz) zum Jünger. Der Auftrag ging an die Mutter Maria, sorge auch für die Menschheit und führe sie zur Glückseligkeit. Durch die Marienbotschaften wurden die Menschen immer wieder erinnert, den bisherigen Weg zu verlassen und umzukehren. Durch die unmündigen Kinder von Fatima hat sie besonders in die Welt hinein gesprochen. Diese haben die Gottesmutter als wunderschöne Frau gesehen. Der Widerschein von Maria ist in Herz eingedrungen. Sie hat ihnen die Schönheit des Himmels gezeigt. Wir haben die große Hoffnung, so Pfarrer Bäuml, in diesen Himmel zu kommen. Mit der Weihe an Maria werden wir in das Licht Gottes gestellt. Auch wir Pilger auf Erden stehen im Lichtkegel Gottes. Der betrachtende Rosenkranz ist das gebetete Evangelium, so der Festprediger. Maria gibt uns das Versprechen: Am Ende wird mein unbeflecktes Herz triumphieren.

Ein langer Zug von gläubigen Pilgern zog dann betend und singend durch das festlich illuminierte Dorf und zeigte so ihre Verbundenheit zu Maria, der Muttergottes. Anschließend war noch die Möglichkeit gegeben am Hl. Platz neben der Kirche den Barmherzigkeitsrosenkranz zu beten. (fk)

Opens internal link in current windowBilder vom Wallfahrtstag